Unvergessen

Je mehr Tiere man hat, desto öfter muss man den Weg zur Regenbogenbrücke gehen…

Und die Wild-Bunch-Ranch hat ihre ganz eigene Regenbogenbrücke – irgendwo weit hinten auf unserem Land…

Unsere Regenbogenbrücke

Unsere Regenbogenbrücke

„Jemand, der sein ganzes Leben über die Liebe nachgedacht hat, kann uns weniger über sie sagen, als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat.“ (Thornton Wilder)

Jedes einzelne unserer Tiere war etwas ganz besonderes.

Nach dem großen Schmerz, wenn man sie gehen lassen musste, kommt die stille Trauer und irgendwann wird aus der Trauer ein leises Lächeln der Erinnerung….

Frauke – Wollschwein-Dame, geboren April 2001, gestorben 13.08.2010

Ein immer nettes, absolut umgängliches Schweinemädchen – das warst Du, Frauke.

Du hast Dich ganz heimlich, still und leise über die RBB davongemacht.

Ohne Vorzeichen, Du hast einfach tot im Auslauf gelegen.

Danke, mein Mädchen für die vielen Jahre, für so viele tolle Momente – Du warst ein tolles Schwein.

 

Unsere Frauke...


Jenni – Dackel-Boxer-Mix-Mädchen, geb. 21.07.1994, gestorben am 16.03.2010

Unsere Jenni...

So viele gemeinsame Jahre – so ein fröhlicher, immer liebenswerter Hund.

So viele „Weißt Du nochs“, die uns verbinden.

„Von Hand aufgezogener Spezial-Mix…Der Vater war ein Rauhhaardackel… Jenni war jahrelang spielsüchtig, mit Spielzeug konnte man sie zu allem motivieren, wir haben eine Unzahl von Hartgummi-Ringen in Niedersachsen zurückgelassen, die entweder auf Bäumen hängen ( wahrscheinlich heute noch) oder sonstwie unauffindbar verschollen waren…. Mittlerweile ist Jenni altersbedingt ganz schön „tüdelig“ und geht im uneingezäunten Bereich nur an Schutz-Leine spazieren, sie ist fast taub und einfach eine liebenswerte, alterssenile Hunde-Oma, die wir hoffentlich noch ein Weilchen bei uns behalten dürfen…

Unsere Jenni-Oma ist uns am 16.03.2010 schon mal über die Regenbogenbrücke vorausgelaufen.

Danke, mein Mädchen, für so wunderbare 15 Jahre und 8 Monate gemeinsames Leben.“

Immer fröhlich, auch im hohen Alter noch...Jenni

Jenni - unvergessen.

Schniefi – Ausnahmekater, Schrauberkater, der überall-dabei-Kater, Alter unbekannt, kastriert, na klar, gestorben am 11.07.10, er ist in unserem beschaulichen Dorf überfahren worden

Wir hätten Dich so gern noch bei uns gehabt! Schniefi...

„Irgendwie hat Schniefi den geltenden Aufnahme-Stop auf der Wild-Bunch-Ranch umgangen…plötzlich war er da…war er weg..war wieder da… Schniefi ist eine dieser Bauernhof-Katzen, die unendlich krank sind, weil sich auf dem Land kaum jemand um diese Tiere schert…Sie sind unkastriert, ungeimpft und verbreiten dadurch zahlreiche ansteckende Krankheiten. Schniefi ist ebenfalls krank. Wie man am Namen schon erkennen kann, ist er verschnupft ohne Ende. Einmal hab ich es bereits geschafft, ihn zum Tierarzt zu nötigen. Daraufhin hat er Antibiotika bekommen und einige andere Medis, prompt war er, kaum dass es ihm besser ging, wieder verschwunden…Um aber, als es ihm wieder schlechter ging, genauso prompt hier wieder aufzutauchen.  Also auch ein ausgesprochen intelligenter Kater…“

Dieser Kerle hat sich auf eine unglaublich charmante Art in unser Herz geschlichen – kaum kam man zur Haustür raus, hatte man diesen Kater als Schatten dabei, egal, was man gemacht hat.

Beim Hundespaziergang, beim Unkrautjäten, beim Grillen, bei der Stallarbeit, abends aussen am Küchenfenster…

Schniefi, Du warst ein ganz, ganz besonderes Katzentier.

Ares – Doggenrüde, geb. 2004, gestorben am 21.04.2009

Finde etwas Besonderes, und du hast eine Ahnung, was es dir bedeutet.
Verliere es, und du weißt, wie viel es dir wirklich bedeutet hat.
(Oliver Gsell)

Einfach nur: mein Hund....

Einfach nur: mein Hund....

Ares ist am 21.04.09 erst 5-jährig an einem Endotoxin-Schock nach primär erfolgreicher OP dreier Prostata-Abszesse gestorben. Mehr kann ich grad noch nicht schreiben.

Ares

Ares

 

Aus Blade Runner:

„The candle that burns twice as bright, burns half as long. And you burned so very, very brightly!“

Katze Pepe von der Stallkatzenbande – 2001 -2009

Pepe, die uns erst kurz vor ihrem Tod offenbart hat, dass sie ein Mädchen ist, war eine dieser halbwilden Stallkatzen, die zwar über Jahre hinweg Kontakt zu uns hatten, aber nie wirklich zahm wurde. Immerhin konnte sie zum Schluss nach jahrelanger Geduld leichtes Streicheln genießen, uns um die Beine streichen. Pepe, wir vermissen Dich sehr. Pepe starb an einer dieser Katzen-Infektionskrankheiten. Wir hatten keine Zeit mehr, genau herauszufinden, was es war. An einem bestimmten Punkt war klar, dass nur noch das Einschläfern übrig bleibt. Für die liebevolle Betreuung und den schonenden Umgang mit so einem halbwilden Katzentier danken wir der TA-Praxis Dr. Brey ganz besonders.

Pepe, für eine halbwilde Katze warst Du ganz schön schmusig!

Pepe, die weltbeste Stallkatze....

Pepe, die weltbeste Stallkatze....

Lümmel – Trakehner-Wallach, 1978 -1996

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Lümmel war mein erstes, eigenes Pferd. ein Trakehner-Wallach mit allen typischen Trakehner-Eigenschaften. Sensibel, hochintelligent, leistungsbereit. Ihn hab ich damals von dem Reitstall übernommen, in dem ich sozusagen als Inventar großgeworden bin. Ein ländlicher Reitstall mit für damals fast unglaublich guten Bedingungen für die Schulpferde – täglicher Auslauf und Weidegang waren selbstverständlich. Lümmel ist im Grunde „schuld“ an all dem, was mein Leben ausmacht…Schuld an der Ranch, schuld an den vielen anderen Tieren…schuld daran, dass ich so geworden bin, wie ich bin…immer das Beste für die Tiere.

10 Jahre lang war Lümmel mein Begleiter, hat mit mir zusammen die Offenstall-Haltung für Pferde entdeckt, hat mich zum Westernreiten gebracht und war trotz seiner 18 Jahre quietschfidel, bis zu dem Tag, an dem er eine Darmverschlingung bekam und es trotz Not-OP nicht geschafft hat. Wie bei all unseren Tieren war ich beim Einschläfern dabei – und hab erst hinterher gesagt bekommen, dass man als Besitzer normalerweise nicht die ganze Nacht in der Klinik bei seinem Pferd bleiben darf…

Danke, Kerlchen. Ich hab Dein Schnauben noch im Ohr.

Cara – Doggen-Mädchen, 1993 – 2001

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Cara, das heißt „Die mir Liebe gibt“ und genau DAS war Cara. Eine sanfte Riesin, die freundlich und liebevoll zu allem und jedem war. eine „fehlfarbene“ Dogge aus dem Tierschutz, die als Welpe zu uns gekommen ist…. Ihr erstes größeres Lebensprojekt war es, einen lebensgroßen Alf von der Cranger Kirmes zu zerlegen…Mit Caras Hilfe habe ich Jenni großgezogen, während ich Jenni die Flasche gab, kümmerte sich Cara um Jennis Verdauung, leckte ihr liebevoll das pralle Milchbäuchlein und wusch ihr den Hintern…. Cara und Jenni waren ihr Leben lang unzertrennlich. Fremden Menschen gegenüber war Cara eher zurückhaltend, aber wer zu ihrem Rudel gehörte, gehörte IHR. Einmal war ich auf einem Country-Fest zur Einweihung einer Pferdeoffenstall-Anlage und musste mal dringend für kleine Königstiger….Ich bat einen kernigen Mann, Caras Leine zu halten, damit ich mal kurz im Dixie verschwinden konnte….Ging die 50 Meter dorthin….Kam wieder raus und wer stand vor der Tür? Cara, klar. Der Mann hatte sie nicht halten können und Cara wollte mich unter all diesen Fremden nicht aus den Augen lassen… So sanft sie war, habe ich sie all die Jahre nur ein einziges Mal wirklich grantig erlebt…das war auf einem langen Spaziergang im Weser-Berg-Land…uns kam jemand entgegen, der tatsächlich irgendwie finster aussah und bei dem man schon auf seltsame Gedanken kommen konnte…Cara wurde mit einem Mal doppelt so groß wie sonst, baute sich zwischen mir und dem Mann auf und das Grollen, das sie hören lies, gab zu verstehen, dass sie in Bezug auf ihre Rudelmitglieder nicht den geringsten Spaß versteht…Sie drehte sich mit, als der Mann an uns vorüberging, grußlos, finster und grollte ihm noch lange hinterher… Cara starb 8-jährig an einem Osteosarkom.  Danke, mein Mädchen.

Freddy und Pigaldy – Deutsche Edelschweine 1996 – 2006

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Freddy und Pigaldy waren sozusagen Botschafter ihrer Schweine-Kollegen. Für unzählige Menschen waren die beiden die ersten Schweine, die sie überhaupt mal live und in Farbe sehen und anfassen konnten… Für viele Menschen eine Offenbarung – wenn Freddy seinen Futtereimer apportiert hat, wenn sich die beiden genüßlich haben kratzen lassen, wenn die beiden auf ihre Namen gehört haben und wenn die beiden sich mit allem und jedem verstanden haben…

Pigaldy starb fünfjährig am plötzlichen Schweine-Herztod. Leider sind die Fleischrassen nicht auf Langlebigkeit gezüchtet. Freddy lebte noch 5 1/2 Jahre länger – zum Schluß mit den beiden Wollis als Gesellschaft. Auch Freddy starb den Herztod.

Was sagt man über ein Schwein? Er war ein gutes Schwein? Ja, das waren sie beide. Intelligenter als Hunde, sozialverträglich, freundlich und einfach gute Schweine….

Danke Ihr beiden, für das, was ich von Euch lernen durfte.

Kater Ömmelchen, 1992 – 2006

Das Ömmelchen war eine dieser Bauernhof-Katzen-Welpen, die unendlich verrotzt und unendlich krank sind. 14 Jahre lang war er ein immer gut gelaunter Wegbegleiter für mich. Ein ganz besonderer Kater, der sich von seiner Einäugigkeit nicht hat beeindrucken lassen. Nachdem feststand, dass er an einem bösartigen Nasentumor litt, hatten wir eine Nacht Zeit, um uns zu verabschieden – und das haben wir getan, stundenlang geschmust, gekrault, geschnurrt. Du kleiner Pirat, ich werde Dich nie vergessen.

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Die Gnadenbrot-Wellis – Alter unbekannt

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Die Wellis und ihre beiden großen Rosella-Sittich-Kumpel hatte ich vorübergehend für einige Monate in Pflege. Die Rosellas gibt es noch – sie haben einen großartigen Platz in einer riesigen Voliere in einem Altersheim bekommen. Zwei der Wellis sind mit ihnen dorthin gezogen. 4 der Wellis waren schon so alt, dass sie in den paar Monaten nach und nach an Altersschwäche gestorben sind. Ich hatte bis dato mit Flatter-Vögeln nix am Hut. Aber eines war mir klar, Vögel haben ihre Flügel zum Fliegen und nicht, um in einem winzigen Käfig zu hocken. Deshalb bekamen die 8 Flatter-Gesellen ein ganzes Zimmer umgebaut – mit Volieren-Tür nach draußen, damit sie was mitkriegen und mit einem abgestorbenen Obstbaum im Zimmer. Vögel machen Dreck, ja, das stimmt. Aber was sie auch machen: eine Bombenstimmung! All dies fröhliche Gezwitschere von Sonnen-Aufgang bis Sonnen-Untergang – daran werd ich mich immer erinnern. Telefon-Banking war unmöglich zu der Zeit – der Automat sagte bei all dem Gezwitscher nur noch „Ich hab Sie nicht verstanden – ich habe sie nicht verstanden…..“ Was hab ich mir fast in die Hosen gemacht, als ich die kleinen Wellis das erste Mal anfassen sollte, so klein, so zerbrechlich….Aber wie immer im Leben – man kann noch so viel lernen von ihnen! Wenn ich an die Wellis und die Rosellas denke, muss ich immer lächeln – Botschafter der guten Laune…

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